Rußweiher 5.8. – 7.8.2022

Bereits zum vierten Mal in Folge zieht es uns an den Campingplatz am Rußweiher, dem größten Moorbad Nordbayerns. In der Sommerzeit gehört dieser Ort definitiv zu unseren Favoriten: Man campt inmitten einer idyllischen Landschaft und hat den Badeweiher fast direkt vor der Wohnmobiltür.

Seit ich in jüngster Vergangenheit das Stand-up-Paddling für mich entdeckt habe, übt das Wasser eine noch größere Anziehungskraft auf mich aus als ohnehin schon. An diesem Wochenende werden wir zudem von den Eltern meiner Frau begleitet. Da auch mein Schwiegervater neuerdings begeisterter Stand-up-Paddler ist, hält auch ihn nichts mehr an Land.

Ebenfalls mit von der Partie ist mein langjähriger Kumpel und Campingfreund Wolfgang, der bereits seit Mittwoch mit seiner Hündin Luna auf dem Platz ist. Da seine Frau aus beruflichen Gründen keinen Urlaub bekam, hat er die über 300 Kilometer alleine auf sich genommen, um die Zeit mit uns zu verbringen.

Besuch aus Rauental
Luna die Hündin meines Freundes

Dieses Wochenende stehen wir auf der Zeltwiese, da auch einige Freunde mit dem Zelt hier sind.

Stellplatz Zeltwiese

Nach unserer Ankunft folgt erst einmal eine herzliche Begrüßung, bevor die üblichen Handgriffe am Stellplatz routiniert erledigt werden. Sobald alles bereit ist, gönnen wir uns eine gemeinsame Tasse Kaffee.

Lange hält es uns jedoch nicht auf den Stühlen: Das Board wird umgehend aufgepumpt, und es geht direkt ab aufs Wasser. Nachdem ich meine erste Runde gedreht habe, wagt sich auch mein Freund Wolfgang auf das Board. Da er es lieber etwas gemütlicher angeht, belässt er es beim Paddeln im Sitzen – Hauptsache, er genießt die Zeit auf dem Wasser. 🙂

Stand Up Board

Samstag, der 6.8.2022

Heute startete der Tag für uns etwas früher, da wir Besuch von Annika, Flo und dem kleinen Jan erwarteten. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, erinnert sich vielleicht: Die beiden haben uns bereits 2021 auf unserer Reise durch Norwegen begleitet (den Link dazu findet ihr unten).

Der Samstag stand also ganz im Zeichen der Familie. Natürlich ließen es sich Annika und Flo nicht nehmen, das SUP-Board auszuprobieren. Beide stellten sich erstaunlich geschickt an und werden beim nächsten Besuch sicher wieder eine Runde drehen. Als sie sich am späten Nachmittag verabschieden mussten – der Nachwuchs braucht schließlich seinen gewohnten Schlafrhythmus –, nutzten mein Schwiegervater und ich die Gunst der Stunde für eine ausgiebige Tour.

Wir paddelten unter anderem bis zum Freibad. Dort kann man übrigens sehr preiswert Tretboote oder SUPs mieten, und auch die Eintrittspreise sind äußerst moderat (Details dazu im Link am Ende des Berichts). Zurück am Platz war es auch schon Zeit, den Grill anzuwerfen. Nach dem Essen ließen wir den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Wolfgang betonte noch einmal, wie gut es ihm hier gefällt – was den bekannten Camper-Spruch am Platz bestätigt: „Einmal Rußweiher, immer Rußweiher.“


Sonntag, 7. August 2022

Da das Wetter weiterhin Kaiserwetter bot, beschlossen wir, bis zum späten Nachmittag zu bleiben. Wir genossen die Zeit mit unseren Freunden, die hier mit dem Zelt campen. Als ich beiläufig erwähnte, dass ich vergessen hatte, Eiswürfel vorzubereiten, fragte mich Ruth prompt, ob ich welche wolle – Jesse hätte schließlich eine Eiswürfelmaschine dabei.

Ich war kurzzeitig sprachlos. Dass meine „Zelt-Freunde“ eine elektrische Kühlbox, eine Kaffeemaschine und elektrische Pumpen für ihre XXL-Luftbetten nutzen, daran habe ich mich gewöhnt. Aber eine eigene Eiswürfelmaschine im Zelt? Das hat selbst mich zum Staunen gebracht. Als meine Frau sah, wie ich sofort nach den technischen Daten und Maßen fragte, kommentierte sie das Ganze nur mit einem vielsagenden „Auweia“ – sie weiß genau: Wenn ich erst einmal ein neues Gadget entdeckt habe, rattert es im Kopf schon wegen des Stauraums im Wohnmobil. 😉

Action auf dem Wasser

Später ging es für mich noch einmal mit dem Board aufs Wasser. Währenddessen erzählten mir die Freunde, dass ihr sechsjähriger Sohn Danny gerade mit anderen Erwachsenen per Tretboot unterwegs sei und mutige Sprünge ins kühle Nass wage.

Ich schnappte mir meine Sony-Kamera und schoss einige Serienaufnahmen. Obwohl das Boot fast am gegenüberliegenden Ufer – also gut 130 Meter entfernt – war, bin ich von den Ergebnissen absolut begeistert. Aus Gründen der Privatsphäre kann ich die Bilder der anderen Personen hier natürlich nicht zeigen, aber ein Schnappschuss von Danny im Moment des Eintauchens gibt einen guten Eindruck. Da ich an meiner Vollformatkamera aktuell kein Teleobjektiv nutze, kam für diese Distanz meine APS-C-Kamera zum Einsatz. Sie hält zwar qualitativ nicht ganz mit der Vollformat mithalten, punktet dafür aber mit ihrem enormen Zoombereich.

Sprung vom Trettboot

Nachdem die Fotosession beendet war, stand ein praktischer Test auf dem Programm: Ich schlüpfte in meine Badehose und die frisch erworbene Schwimmweste, um ein Gefühl für das Handling im Wasser zu bekommen. Wie schwimmt es sich damit? Kommt man nach einem Sturz problemlos zurück auf das SUP?

Ich kann beides bestätigen. Es war mir wichtig, die Weste vorab zu testen, um im Ernstfall keine bösen Überraschungen zu erleben. Hier am Rußweiher verzichte ich im Alltag allerdings darauf, sie anzulegen. Als durchschnittlich guter Schwimmer fühle ich mich hier sicher: Der Weiher ist zwar fast zwei Kilometer lang, misst in der Breite jedoch nur etwa 160 Meter und ist zudem so seicht, dass man fast überall stehen kann. Auf größeren Gewässern oder bei Solo-Touren sind Sicherheitsvorkehrungen wie Schwimmwesten und eine Leash (die Halteleine, die das Board bei einem Sturz sichert) jedoch absolut unverzichtbar.

Mein kleiner Testlauf sorgte bei einigen Zuschauern am Ufer zwar für Heiterkeit, gab mir aber die nötige Sicherheit. Danach hieß es: zusammenpacken. Mein Schwiegervater und ich waren uns schnell einig, dass das Auspacken am Freitag wesentlich mehr Spaß gemacht hat als das Verstauen am Sonntag.

Bevor wir die Heimreise antraten, beglich ich beim Platzwart Günter die Rechnung – und da es uns so gut gefallen hat, habe ich uns direkt für das nächste Wochenende wieder angemeldet.


Links zu Artikeln welche im Beitrag erwähnt wurden:
Stand up Board* 
Elektrische Pumpe für SUP-Board*
Schwimmhilfe/weste* 
Schwimmwesten für Hunde* – mangels eigenen Hundes noch nicht getestet. Da ich Hundefreund bin, möchte ich gerne darüber informieren, dass es so etwas gibt.
Fotokamera Sony RX10 MarkIV*
Handy Google Pixel 6a*
Weber-Grill*
Kleiner Gas-Grill*
Grillaufsatz für Gaskocher* Interessant für 1-2 Personen welche sporadisch grillen
Eiswürfelmaschine*
Abdeckung für die Frontscheibe
Freibad Eschenbach
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Der Campingplatz:
Familie Götz
Tel.: 09645 748
Kleinkotzenreuth 7
92676 Eschenbach i.d. OPf


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