Donnerstag und Freitag
Unser letzter Kurztrip vor unserer Skandinavientour führte uns gemeinsam mit unseren Freunden Jutta und Diego nach Nördlingen, was besonders Jutta freute. Eine ehemalige Arbeitskollegin von ihr, die zeitweise dort lebte, hatte ihr schon oft in den höchsten Tönen von der idyllischen Ortschaft vorgeschwärmt.
Während Tine und ich bereits am Donnerstagabend starteten, stießen Jutta und Diego am Freitagabend zu uns. So nutzten Tine und ich den Freitag, um unser Wohnmobil für die anstehende große Tour vorzubereiten. Während ich mich um einige kleinere Reparaturen kümmerte, widmete sich Tine der Verschönerung des Innenraums.
Nach unserem Treffen am Freitagabend saßen wir noch lange in gemütlicher Runde zusammen. Bei guten Gesprächen ließen wir die Zeit Revue passieren und hörten unter anderem einen KI-generierten Podcast über unsere gemeinsame Norwegen-Tour vom Sommer 2025.

Samstag, der 28.02.2026
Nach dem Frühstück am Samstagmorgen besuchten wir das empfehlenswerte Trödelmarkthaus der Samtpfoten Katzenhilfe Ries e. V., das nur wenige Meter von unserem Stellplatz entfernt lag.



Nachdem wir unsere Fundstücke im Wohnmobil verstaut hatten, ließen wir den Vormittag dort noch entspannt ausklingen.
Am frühen Nachmittag machten wir uns schließlich auf zu einer Besichtigungstour durch das historische Städtchen. Als wir die Kirche St. Georg erreichten, erzählte ich Diego von meinem letzten Besuch auf der Aussichtsplattform. Diego war sofort begeistert: „Das machen wir heute auch!“ – und so nahmen wir die 350 Stufen in Angriff.
Oben angekommen, ergab sich ein interessantes Gespräch mit dem freundlichen Kassierer. Wir erfuhren viel Wissenswertes über die Kirche, den Turm – der liebevoll „Daniel“ genannt wird – sowie über Nördlingen und die Umgebung. Diego war besonders erstaunt, als wir auf ein Foto von Gerd Müller stießen; eine Tafel erinnert dort daran, dass der legendäre Fußballer hier geboren wurde. Ebenfalls beeindruckend war das historische hölzerne Laufrad: Früher mussten Häftlinge darin wie in einem Hamsterrad eine Winde bedienen, um Baumaterial und Holz für den Turmbau nach oben zu befördern.



Wieder unten angekommen, trafen wir unsere Frauen, die in der Zwischenzeit lieber die örtlichen Boutiquen erkundet hatten. Gemeinsam spazierten wir weiter durch den Ort und bewunderten die zahlreichen prächtigen Fachwerkhäuser.



Zurück bei den Wohnmobilen genossen wir Kaffee und Juttas selbst gebackenen Mohnkuchen. Der Tag fand schließlich beim abendlichen Grillen in geselliger Runde seinen perfekten Abschluss.
Sonntag, der 1.03.2026
Eigentlich stand für den heutigen Sonntag der Besuch des RiesKraterMuseums auf unserem Programm. Da wir den Zeitpunkt jedoch etwas ungünstig gewählt hatten, mussten wir umplanen: Als wir gegen 11 Uhr aufbrechen wollten, verriet uns ein kurzer Blick auf die Webseite, dass das Museum von 12:00 bis 13:30 Uhr geschlossen bleibt.
Kurzentschlossen entschieden wir uns stattdessen für eine Begehung der Stadtmauer. Nördlingen ist schließlich berühmt für die einzige Stadtbefestigung Deutschlands, die über einen vollständig erhaltenen, überdachten und rundum begehbaren Wehrgang verfügt.









Nach diesem beeindruckenden Rundgang machten wir einen kurzen Abstecher zum Haus einer Kollegin von Jutta. Obwohl sie bedauerlicherweise nicht zu Hause war, nutzte Jutta die Gelegenheit, um sich zumindest einmal das Haus aus der Nähe anzusehen.
Zurück an den Wohnmobilen genossen wir in der Nachmittagssonne noch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. Danach hieß es Abschied nehmen: Unsere Freunde traten die Heimreise an, während wir uns dazu entschlossen, noch einen weiteren Tag zu bleiben und die Rückfahrt erst am Montag anzutreten.
Wer sich fragt, warum ich als Beitragsbild ein Foto mit Schweinen gewählt habe, auf der offiziellen Seite der Stadt Nördlingen ist zu lesen:
Man sagt, 1440 wollte eine Frau am Abend für ihren Mann eine Kanne Bier besorgen. Am Löpsinger Tor beobachtete sie, wie eine entlaufene Sau ihr Hinterteil an einem Torflügel rieb. Dabei entdeckte sie, dass das Tor nicht fest verschlossen war. Ihr empörter Ruf „So, G‘sell, so!“ galt den treulosen Wächtern. Diese gestanden, vom Oettinger Grafen bestochen worden zu sein, in der Nacht das Tor nur angelehnt zu lassen, damit der Graf mit seiner bewaffneten Schar die Stadt erobern könne. So hatte eine Sau Nördlingen gerettet. Keiner weiß, ob es so gewesen ist. Wahr ist aber, dass 1440 zwei Torwächter wegen Verrats hingerichtet wurden. Aber sicher ist, dass die Nördlinger auch heute noch ein besonderes Verhältnis zu diesen Tieren haben.
Montag, der 2.3.2026
Da Jutta und meine Frau beim Sonntagsbummel durch Nördlingen ein Accessoire in einem Schaufenster entdeckt hatten, führte uns der Weg vor der Abreise noch einmal zurück in die Innenstadt. Während meine Frau das Geschäft aufsuchte, um die Dekostücke zu erwerben, hielt ich in der Umgebung Ausschau nach interessanten Fotomotiven. Als ich dabei auf dieses Schild stieß, bewahrheitete sich einmal mehr die alte Weisheit: Reisen bildet. Und genau so ist es! Wer hätte gedacht, dass man für die ersten „Wolkenkratzer“ der Geschichte gar nicht über den großen Teich fliegen muss?
In Nördlingen steht das älteste frühmittelalterliche Hochhaus.
Ein Besuch der Stadt lohnt also nicht nur wegen der beeindruckenden Stadtmauer, sondern auch wegen der interessanten Gebäude, die es zu sehen gibt.


Links:
Stellplatz
Kirchturm Daniel
Samtpfoten Katzenhilfe Ries e. V.
Skandinavientour
Wer sich für die Fotografie interessiert.
Hier der Link zu meiner Fotoausrüstung.
Meine Zubehörliste.
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Transparenz-Hinweis:
Mir ist wichtig, dass ihr hier echte Berichte von meinen Touren bekommt. Da ich kein gelernter Autor bin, nutze ich gelegentlich KI-Tools wie Gemini, um meine Notizen und Gedanken in eine Form zu bringen, die sich für euch angenehm lesen lässt.
Der Inhalt bleibt aber immer unser eigenes Abenteuer.
