Wir überlegen kurz, welches Ziel wir anfahren sollen, kommen dann zum Entschluss, nochmals nach Hilpoltstein zu fahren. Da wir dieses Wochenende alleine unterwegs sind werden wir mal so richtig ausspannen. Da Hilpoltstein gerade mal ca. 50 Kilometer von uns entfernt ist und wir in den nächsten Wochen auf unserer Norwegentour (ich werde berichten) noch genug Kilometer fahren werden, bietet sich Hilpoltstein als das letzte Wochenende vor der Norwegentour geradezu an. Wir fahren wie immer am Freitag an. Da wir auch dieses Mal wieder etwas später dran sind, bekommen wir keinen Platz direkt am Kanal. Aber unser Lieblingsplatz auf der Wiese ist noch frei. Tisch und Stühle werden herausgestellt und schon sitzen wir vor dem Mobil und genießen den Freitagabend.
Samstag, der 19.07.2021
nach dem Frühstück fahren wir mit dem Roller nach Hilpoltstein, um einige Besorgungen zu machen. Als wir wieder am Platz zurück sind, komme ich ins Gespräch mit dem netten Wohnmobilnachbarn. Wie sich im Gespräch ergibt, ist der Nachbar auch schon fast so lange mit dem Wohnmobil unterwegs wie ich. Auch er hat wie ich mit einem L300-Alkoven-Wohnmobil angefangen. Sie waren viele Jahre, wie wir auch, am „Plage de Piémanson“, dem wilden Strand, wie er von uns genannt wurde. Wer früher schon mal da gewesen ist, der weiß, wovon ich hier schreibe. Leider sind diese Zeiten vorbei, das wilde Campen gibt es so nicht mehr.

Wir unterhalten uns noch lange und trauern ein wenig den alten Zeiten nach, um festzustellen, dass das Reisen mit dem Wohnmobil mit früher überhaupt nicht zu vergleichen ist. Aber so ist es halt,
es ist, wie es ist, und nichts bleibt, wie es ist.
Heute wird mal nicht gegrillt, wegen der Hitze gibt es Kaltes, und wir sehen ausnahmsweise etwas TV wegen der EM. Ich bin wohl kein großer Fußballfan, aber EM- oder WM-Spiele sehe ich mir dann doch gerne an.
