Allgäu im Dezember

Samstag, der 13. Dezember
Planänderung wegen Zeitmangels: Statt Mittelmeer oder Gardasee heißt unser Ziel diesmal Allgäu. Unser erstes Ziel, der Stellplatz im hoch gelegenen Steibis (860 m). Nach dem Start in Erlangen um 14 Uhr sind wir bereits um 18 Uhr vor Ort. Nach dem Einchecken bei der sehr freundlichen Familie Bechteler haben wir den Abend genutzt, um im Wohnmobil anzukommen und die erste Nacht in unserem „Heim auf Rädern“ gemütlich zu verbringen.

Sonntag, der 14. Dezember
​Heute hieß das Motto: Ankommen und Genießen. Bei bestem Reisewetter erkundeten wir zunächst den Ort und die nähere Umgebung. Nach einer dreistündigen Tour kehrten wir, mit etwas Bergkäse aus dem Automaten der Bergkäserei in der Tasche, zufrieden in unser rollendes Heim zurück, um den Rest des Tages ausklingen zu lassen. Morgen wartet bereits das nächste Highlight auf uns: eine Wanderung zu den beeindruckenden Buchenegger Wasserfällen.

Montag, der 15. Dezember
Heute standen die Buchenegger Wasserfälle auf unserem Plan. Laut Prospekt eine „schwierige Wanderung“ von etwa zweieinhalb Stunden – doch wir waren skeptisch. Da wir gestern schon ein Stück des Weges erkundet hatten und uns alles sehr leicht vorkam, brachen wir mittags bestens gelaunt auf. Ich witzelte noch zu Tine: „Wir sind eben von Norwegen anderes gewohnt. Wenn dort ein Weg als schwierig markiert ist, dann ist er das auch. Das hier ist eher ein Spaziergang!“

Doch Hochmut kommt vor dem Fall – oder in unserem Fall: vor dem Wasserfall. Am Wegweiser „Noch 10 Minuten“ änderte sich die Lage schlagartig. Der Pfad wurde extrem steil und war teilweise tückisch vereist. Plötzlich ergab die Warnung im Prospekt Sinn: Auf dem gefrorenen Boden war jeder Schritt ein Balanceakt. Unten angekommen, waren die Strapazen jedoch sofort vergessen. Das Zusammenspiel aus Wasser, Wald und Felsen bot eine malerische Kulisse, die wir natürlich in etlichen Fotos festhielten. Nach einem Abstecher zum Tarzansteg traten wir schließlich den Rückweg an.

Dienstag, der 16. Dezember
Unsere Reise geht weiter, heute mit dem Ziel Füssen. Nachdem uns die gestrige Wanderung noch ein wenig in den Knochen steckt, freuen wir uns auf ein etwas ruhigeres Programm. Gegen Mittag verließen wir den Stellplatz „Hochgratblick“ und erreichten Füssen bereits nach einer entspannten 90-minütigen Fahrt. Da unser neuer Standort praktischerweise direkt an mehreren Supermärkten liegt, haben wir die Vorräte erst einmal wieder aufgefüllt. Den restlichen Tag ließen wir ganz gemütlich im Wohnmobil ausklingen – nach der gestrigen Tour haben wir uns diesen Ruhetag redlich verdient.

Mittwoch, der 17. Dezember
Heute lockte uns die Altstadt von Füssen. Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg und schlenderten die Augsburger Straße entlang in Richtung Fußgängerzone, während wir immer wieder einen flüchtigen Blick auf das majestätische Schloss Neuschwanstein erhaschen konnten.

Ursprünglich wollten wir die Gegend rund um das Schloss erwandern, doch Tines Knie, das seit der gestrigen Tour etwas streikt, zwang uns zur Gemütlichkeit.

So tauschten wir die Wanderschuhe gegen einen entspannten Stadtbummel. Während Tine – wie so oft – zielsicher das eine oder andere Schnäppchen entdeckte, war ich ganz in meinem Element und suchte nach neuen Fotomotiven. Auch wenn das Licht heute eher eigenwillig und nicht ideal war, konnte ich es nicht lassen, den Auslöser immer wieder zu betätigen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit kehrten wir schließlich zufrieden in unser Wohnmobil zurück.

Donnerstag, der 18. Dezember
Auf geht’s zum nächsten Ziel: Kempten! Die Stadt gilt als eine der ältesten Deutschlands, da sie bereits in der Antike schriftlich erwähnt wurde – eine Geschichte, die man förmlich spüren kann. Gegen Mittag brachen wir auf, wählten aber nicht den direkten Weg, sondern gönnten uns einen kleinen Umweg zum Lechfall. Nachdem die Fotos von den tosenden Wassermassen „im Kasten“ waren, füllten wir noch unsere Gasvorräte auf.

Die Route führte uns kurzzeitig über die Grenze nach Österreich, bevor wir nach etwa sechs Kilometern wieder deutschen Boden erreichten. Schon eine halbe Stunde später rollten wir auf den Stellplatz in Kempten. Auch wenn dieser landschaftlich eher schlicht gelegen ist, verdient er in puncto Ausstattung und Gepflegtheit definitiv das Prädikat „1A“.

Freitag, der 19. Dezember
Heute stand die Kemptener Innenstadt auf dem Plan – und wir sind schlichtweg begeistert! Obwohl Kempten weniger Einwohner als unsere Heimat Erlangen zählt, wirkt die Fußgängerzone gefühlt fünfmal so groß. Es ist beeindruckend, wie lebendig es hier ist und wie sich ein Geschäft an das nächste reiht. Das ist wohl kein Zufall, schließlich gilt sie als eine der längsten Einkaufsmeilen in ganz Schwaben.
Wir ließen uns treiben und verbrachten viel Zeit im „Forum Allgäu“, das mit seinen 90 Fachgeschäften auf 23.000 Quadratmetern das größte Shoppingcenter der Region ist. Da heute die Schaufenster Vorrang vor der Linse hatten, hielt ich mich mit dem Fotografieren bewusst etwas zurück. Zum Abschluss schlenderten wir noch kurz über den Weihnachtsmarkt, haben uns den ausführlichen Besuch aber für morgen Abend aufgehoben – dann wollen wir die festliche Beleuchtung in voller Pracht genießen.


Samstag, der 20. Dezember
Aufgrund von Tines anhaltenden Kniebeschwerden, konnte der gestern im Bericht erwähnte Besuch des Weihnachtsmarktes leider nicht stattfinden. Wir haben uns daher dazu entschieden, unseren Aufenthalt vorzeitig zu beenden und bereits heute nach Hause zu fahren.

Links:
Stellplatz Steibis
Wasserfall Buchenegger
Stellplatz Füssen
Stellplatz Kempten
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